Source Code Management und Versionsverwaltung
Am 25.11.2010 hat sich der Common Anwendungskreis Niederrhein in Neuss bei RCI Banque S.A. Deutschland getroffen. Bei diesem Termin Stand das Thema „Source Management und Versionsverwaltung" im Mittelpunkt.
Pünktlich versammelten sich 24 Zuhörer und Vortragende in einem großen Besprechungsraum des Gastgebers. Nach einer kurzen Begrüßung durch den AWK Leiter Hartwig Tödter gab Herr Jürgen Heukrath, Direktor IT bei der RCI Banque S.A. Deutschland, einen Einblick in die IT-Landschaft des gastgebenden Unternehmens.
Herr Olaf Vogelbusch ging in seinem Vortrag auf Probleme früherer „ad-hoc-Programmierung" ein. In der Folge zeigte er Möglichkeiten der Softwareentwicklung unter Einsatz moderner Software-Engineering-Werkzeuge auf. Dabei spannte er einen Bogen weit über das eigentliche Thema hinaus vom Anforderungsmanagement über die Releaseplanung bis hin zum Change- und Incidentmanagement auf.
Folgerungen aus Herrn Vogelbuschs Vortrag waren Beispielsweise:
Wenn ich nachverfolgen kann welche Sourcecode-Teile und -Änderungen auf welche freigegebenen Anforderungen zurückzuführen sind, dann kann ich die Auswirkungen (Kosten) von Anforderungsänderungen (Change Requests) besser abschätzen.
Mehrere auch parallel weiterentwickelte Versionen eines Softwaresystems lassen sich nur mit einer Kette von zusammenarbeitenden Verwaltungswerkzeugen beherrschen.
Diese und viele weitere Aussagen waren wichtig, wirkten aber auch frustrierend, denn sicherlich kennen nur wenige Zuhörer ein Softwareentwicklungsumfeld in dem das aufgezeigte Ideal vollständig erreicht wird. Die Pause wurde genutzt, um bei Brötchen, kalten und warmen Getränken die Ideen und Umsetzungsprobleme zu Diskutieren.
Nach der Pause gab es dann zwei Erfahrungsberichte aus der Praxis bei der RCI Bank selbst. Zunächst gab Herr Friedel Maus, iks GmbH, einen Einblick in die Einführung eines Versionsverwaltungssystems. Vor Jahren war Herrn Maus beteiligt als bei der RCI Bank Turnover eingeführt wurde:
Die Einführung von komplexen Werkzeugen funktioniert nur wenn auch die Arbeitsaufläufe (Prozesse) neu definiert werden und gerade die Einführung neuer Prozesse kann sehr aufwendig sein.
Nach Herrn Maus berichteten dann Herr Wolfgang Brand und Herr Michel Sower über den Einsatz von Turnover und die Probleme beim Einsatz von Standsoftware. Wie geht man damit um, wenn der Hersteller-Support für eine Version ausläuft, die neue Version aber für den Kunden entscheidende Eigenschaften nicht mehr unterstützt:
Die Einführung von Prozessen und Werkzeugen löst viele Probleme, schafft aber auch neue, an die vorher unter Umständen niemand gedacht hat.
Um 18:00 Uhr wurde die Veranstaltung pünktlich von Herrn Hartwig Tödter beendet. Als Themen für das Jahr 2011 wurden zunächst RPG Open Access und Qualitätssicherung in der Softwareentwicklung vorgeschlagen. Die AWK-Leitung wird auch für diese Themen kompetente Referenten gewinnen und gelobt Besserung für die nächste Veranstaltung, denn in Neuss wurde vergessen die angenehme und konstruktive Atmosphäre mit Fotografien zu dokumentieren.
An dieser Stelle geht noch einmal ein großer Dank an den Gastgeber, die RCI Banque S.A. Deutschland, der neben den Räumlichkeiten auch die Getränke stellte, an alle Referenten für die Interessanten Beiträge, an die iks GmbH für die Brötchen und an alle Helfer, die zu dem guten Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.
Vorträge:
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